Beratung · Projektberatung · Nahrungsergänzungsmittel

Aktuelle Themen

Neu bei NORMA: Superfood ab sofort im Sortiment

Nürnberg (ots) – Gut und besser ergänzen sich prima – unter diesem Motto optimiert der Discounter NORMA ständig sein Sortiment. Neu in vielen NORMA-Filialen sind jetzt zum Beispiel die sechs verschiedenen Müsli-Sorten der beliebten Eigenmarke Bio-Sonne, die viele gesunde Vitamine und Ballaststoffe im 375-Gramm-Beutel zur Verfügung stellen: Sanddorn, Aronia, Goji-Beeren, Chia-Samen, Kokos-Banane oder Ingwer-Ananas, schonend gebackene Superfrucht-Zutaten als verschiedene Bio-Müsli-Sorten – wer das Frühstück so lecker und gesund startet, nimmt reichlich Energie und Power mit in den Tag. Das gilt umso mehr, als es auch diese Superfrucht-Mischung zum superkleinen NORMA-Preis zu kaufen gibt: Ganze 2,59 Euro kostet der 375-Gramm-Beutel, mit der aktuellen Neueinlistung weitet der Discounter aus Nürnberg die Auswahl an gesunden und kostengünstigen Bio-Müslis in seinen Regalen auf jetzt 16 verschiedene Sorten aus.

Superfood. Überall findet dieser Begriff jetzt Verwendung, wenn es um die gesundheitsfördernde Wirkung von Lebensmitteln mit besonders hohen Vitamin-, Mineralien-, und Ballaststoffanteilen geht. Ein immer stärker nachgefragtes Beispiel ist die ursprünglich in Mexiko beheimatete Chia-Pflanze – sie hat nachweislich schon zur Ernährung der Mayas und Azteken und anderer amerikanischer Ureinwohner gehört. Unbestritten ballt sich in den Chia-Samen eine hohe Konzentration an Antioxidantien wie Polyphenolen, die im Körper zu den sogenannten Radikalfängern und somit zu den anerkannten Zellschützern gehören. Zugeordnet wird den Chia-Samen außerdem ein höherer Eisengehalt als etwa beim Spinat – und auch der Kalzium-Anteil soll im direkten Vergleich dem in der Milch überlegen sein. Ähnlich viel Gutes wird zunehmend häufig über die Aronia-Beeren und schon immer über den Klassiker Sanddorn berichtet, der wie die Goji-Beeren zu den „Superfoods“ im bei NORMA neu erhältlichen Bio-Müsli gehört.

Pressemeldung | 17.8.2016

Neue Havard Studie bestätigt …

Fettwechsel schützt vor Herzinfarkt, Demenz und Krebs – Gesundheitsrisiko von gesättigten Fettsäuren bestätigt

Hamburg (ots) – Die am 5.7.2016 veröffentlichte Studie der Harvard School of Public Health bestärkt bisherige Erkenntisse in Bezug auf die häufigsten Volkskrankheiten und Todesursachen der Deutschen: kardiovaskuläre oder neurodegenerative Krankheiten und Krebs. Denn das Risiko, an ihnen zu erkranken, wird laut Studie durch den Verzehr von gesättigten Fettsäuren erhöht. Der Verzehr mehrfach ungesättigter Fettsäuren, v.a. Omega-3, senkt das Risiko hingegen. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer fettgesunden Ernährung. Die Forschungsarbeit, die im renommierten JAMA internal medicine veröffentlicht wurde, empfiehlt dafür einen Fettwechsel: Konsumenten sollen Lebensmittel mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren gegen jene mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren autauschen. So sollten statt Fleisch Fisch, statt Butter Margarine und statt Snacks und Süßem lieber Nüsse auf deutschen Tellern landen.

Diese Meinung vertritt auch Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm: „Fett ist nicht per se der Dickmacher und Bösewicht, sondern kann sogar eine positive Wirkung auf Gesundheit und Gewicht haben. Wenn die Kalorienmenge insgesamt nicht zuviel ist und wenn es die richtigen Fette sind“, betont die Spezialistin. Diese große Studie bestätigt die Vermutung, dass der Ersatz von gesättigten durch mehrfach ungesättigte Fette das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erheblich senken kann. Das lässt sich schnell und unkompliziert realisieren. „Wer sich pflanzliche Streichfette statt Butter aufs Brot streicht, tut seinem Herzen etwas Gutes. Und wenn es dann noch Vollkornbrot ist, gibt es noch einen extra Gesundheitseffekt.“, sagt Dagmar von Cramm.

Dieser „Fat Swap“ aus den Ergebnissen der Havard Studie stützt aktuelle Ernährungsrichtlinien wie z.B. die Leitlinie zur Fettzufuhr der DGE. In der Praxis ist für Verbraucher besonders interessant: Wer ein Jahr lang 20 Gramm Margarine oder pflanzliche Streichfette statt Butter auf sein Brot streicht, kann die Aufnahme von ungünstigen gesättigten Fettsäuren um ca. 2 Kilogramm reduzieren. Zugleich wird mit diesem kleinen Ernährungstrick die Aufnahme von essentiellen (mehrfach ungesättigten) Fettsäuren verbessert, um ca. mehr als 1 Kilogramm pro Jahr. Allein dieser kleine Fetttausch leistet einen Beitrag für die Gesundheit und kann langfristig das Risiko für Herzinfarkt senken.

Insgesamt sollten Verbraucher bei der Speiseplanung weniger Lebensmittel mit gesättigten Fettsäuren, wie Butter und Käse, auswählen und dafür auf nährstoffreiche Lebensmittel mit vielen ungesättigten Fettsäuren, wie Mandeln, Avocados und Produkte auf Pfanzenöl-Basis wie Streichfette, zurückgreifen. Streichfette aus pflanzlichen Zutaten einschließlich Sonnenblumen-, Leinsamen- oder Rapsöl können Konsumenten helfen, mehr gesunde Fettsäuren in ihre Ernährung zu integrieren.

Die komplette Studie zum Nachlesen finden Sie unter folgendem Link http://archinte.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=2530902

Pressemeldung: http://www.presseportal.de/pm/112886/3371688

Warum Süßgebäck künftig Salz enthalten kann – neue Gesetzgebung für Lebensmittel

Bielefeld (ots) – Seit dem 13. Dezember 2014 gilt eine neue EU-Verordnung für Lebensmittel: die Lebensmittelinformationsverordnung, kurz LMIV genannt. Das Unternehmen Dr. Oetker hat sich bereits frühzeitig mit der neuen Verordnung beschäftigt und wird seine Produktkennzeichnung planmäßig umstellen. Was es mit der neuen Verordnung auf sich hat und welche Vorteile sie dem Verbraucher bietet, erklärt Dr. Petra-Alina Unland, Leiterin für internationales Lebensmittelrecht bei Dr. Oetker.

Gilt die neue Verordnung für alle Lebensmittel?
Dr. Unland: Die neue Verordnung gilt für fast alle Lebensmittel von europäischen Herstellern, die verpackt oder unverpackt sind. Während für alle weiterverarbeiteten Produkte wie zum Beispiel Pizza künftig eine Nährwertkennzeichnung Pflicht ist, können unverarbeitete Lebensmittel, die aus einer Zutat bestehen, hiervon ausgenommen werden. Ausnahmen sind demnach Nüsse, aber auch Kräuter, Gewürze, Hefe, Backpulver, Kaugummi oder alkoholische Getränke mit mehr als 1,2% Alkohol.

Was ändert sich bei den Nährwertangaben?
Dr. Unland: Dr. Oetker macht bereits seit vielen Jahren freiwillig Angaben über die Nährwerte in seinen Produkten, um den Verbrauchern eine Orientierung und Entscheidungshilfe für eine ausgewogene und bewusste Ernährung zu geben. Mit der neuen Verordnung wird diese Nährwertkennzeichnung auf Produktverpackungen für alle Lebensmittelhersteller nicht nur vereinheitlicht, sondern auch verpflichtend. Das bedeutet, spätestens ab 2016 müssen auf jedem Produkt mindestens folgende Nährwerte für 100g/100ml gekennzeichnet sein: Energie in kcal/kJ, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz. Angaben zu Transfettsäuren, Cholesterin, Omega-3-Fettsäuren und Natrium sind innerhalb der Tabelle nicht mehr erlaubt. Eine bestehende Nährwertkennzeichnung muss schon seit dem 13. Dezember 2014 der neuen Verordnung entsprechen.

Gibt es auch Änderungen beim Zutatenverzeichnis?
Dr. Unland: Wie bisher müssen die einzelnen Zutaten eines Produktes immer der Menge entsprechend in absteigender Reihenfolge im Zutatenverzeichnis aufgeführt werden. Was sich aber zugunsten des Verbrauchers ändert, ist die Hervorhebung der allergenen Zutaten im Zutatenverzeichnis. Bei Dr. Oetker erfolgt das durch Fettdruck und Großschreibung. Zu Allergenen zählen diejenigen Zutaten eines Lebensmittels, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können. Auch bei „loser Ware“ ist die Information zu allergenen Zutaten künftig verpflichtend. Das heißt, der Bäcker muss bei Brötchen mögliche Allergene kennzeichnen, ebenso der Metzger bei Fleisch- und Wurstwaren. Auch Gerichte in einem Restaurant, in einer Kantine oder an einem Imbiss müssen hinsichtlich der Allergene gekennzeichnet sein.

Auf welche Neuerungen müssen sich Verbraucher noch einstellen?
Dr. Unland: Alle Pflichtangaben müssen an einer gut sichtbaren Stelle platziert und gut lesbar sein. Dazu hat der Gesetzgeber eine Mindestschriftgröße festgelegt, die immer abhängig von der Größe der Verpackungsoberfläche ist. Unterschreitet die größte Oberfläche einer Verpackung eine bestimmte Größe, so gibt es Ausnahmen in Bezug auf die Mindestgröße oder die Nährwertkennzeichnung. Ist die größte Verpackungsseite zum Beispiel nur so groß wie eine gewöhnliche Streichholzschachtel, so muss der Hersteller keine Nährwerte angeben. Zudem werden Zubereitungsanleitungen künftig ausformuliert. Bisher war eine Darstellung durch Piktogramme und Symbole möglich. Nach der neuen Verordnung müssen die Zubereitungsanleitungen ausformuliert werden, die Piktogramme können aber als Ergänzung bestehen bleiben.

Hat die neue Verordnung denn nur Vorteile für die Verbraucher?
Dr. Unland: Die neue und für alle europäischen Lebensmittelhersteller geltende Verordnung bringt durchaus Vorteile für den Verbraucher. Durch die einheitlichen Nährwertangaben können beispielsweise Lebensmittel leichter miteinander verglichen werden. Auch die Angabe von Allergenen – nicht nur bei verpackten Lebensmitteln, auch im Restaurant – wird für die meisten Allergiker hilfreich sein. Ein Aspekt, der den Verbraucher irritieren könnte, ist die künftige Deklaration von Salz.

Warum ist die künftige Deklaration von Salz irritierend?
Dr. Unland: Bisher wurde auf den Verpackungen der Natriumgehalt ausgewiesen. Statt Natrium wird aber demnächst Salz angegeben. Es ist allerdings der Natriumgehalt, über den der Verbraucher informiert werden sollte. Denn Natrium ist für den Körper wichtig und reguliert unter anderem den Wasserhaushalt. Bei Menschen mit Bluthochdruck kann Natrium einen ungünstigen Einfluss haben. Sowohl ein Zuviel als ein Zuwenig ist also gesundheitlich bedenklich. Statt dem Natriumgehalt soll aber Salz deklariert werden, weil der Gesetzgeber meint, dies verstehe der Verbraucher besser. So muss alles vorhandene Natrium, auch das natürliche, mit einem Faktor in Salz umgerechnet werden. Das erfolgt, indem der Natriumgehalt mit 2,5 multipliziert wird. Dadurch wirkt der Salzgehalt bei einigen Produkten mitunter recht hoch. Der deklarierte Salzgehalt ist also nur eine Rechengröße. Viele Konsumenten werden davon ausgehen, dass, wenn auf einem Produkt Salz steht, dieses zugefügt wurde. Wer also künftig Kuchen oder Kekse kauft, die mit Backpulver gebacken wurden, wird feststellen, dass diese nun nicht unerheblich viel „Salz“ enthalten. Hierbei handelt es sich aber nicht notwendigerweise um Salz, das zugeben wurde, sondern um den Natriumanteil, der im Backpulver enthalten ist.

Neue Lebensmittelinformationsverordnung
Die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) regelt in der Europäischen Union (EU) die einheitliche Kennzeichnung von Lebensmitteln. Sie gilt ab dem 13. Dezember 2014 verbindlich in allen EU-Mitgliedsstaaten und löst damit die bisherige europäische Etikettierungs-Richtlinie, die deutsche Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung, die europäische Nährwertkennzeichnungs-Richtlinie sowie die deutsche Nährwertkennzeichnungs-Verordnung ab.

Das hat sich geändert!

   - Einheitliche Nährwertangaben für alle Produkte
   - Hervorhebung von Allergenen in den Zutatenlisten
   - Deklaration des Salzgehaltes, statt des Natriumgehaltes
   - Neue Mindestschriftgrößen
   - Zubereitungsanleitungen in Worten und Zahlen

Pressemeldung: http://www.presseportal.de/pm/41198/2879413

Auf welche Vitalstoffe es in der Ernährung ankommt

Hamburg (ots) – Ein starkes Immunsystem ist wichtig für die Abwehr von Krankheitserregern. Wie das Fitness- und Gesundheitsmagazin VITAL berichtet, spielt die Ernährung dabei eine wichtige Rolle. Hintergrund: Mehr als 70 Prozent der Immunzellen befinden sich im Darm. Ihre Einsatzbereitschaft wird durch die Nahrungsaufnahme erheblich beeinflusst. Beispiel Fette: Eine US-Studie ergab, dass gesättigte Fette aus Burgern oder Bratkartoffeln im Immunsystem verstärkte Entzündungsreaktionen auslösen. Ungesättigte Omega-3-Fette aus Fisch oder pflanzlichen Ölen wirken dagegen entzündungshemmend. Zur erfolgreichen Abwehr von Krankheitserregern benötigt das Immunsystem zudem die Mineralstoffe Kalzium und Magnesium sowie die Spurenelemente Eisen, Zink und Selen. Zwei Liter Mineralwasser, Kräutertee und Saftschorle decken einen Großteil des täglichen Bedarfs.

Experten empfehlen außerdem fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag, da Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe das Immunsystem wirkungsvoll unterstützen. Dabei kann man einige Lebensmittel ganz gezielt zur Stärkung der körpereigenen Abwehr einsetzen. Fenchel etwa steckt voller B-Vitamine, die die Bildung von Schleimhautzellen anregen und so Mund, Rachen und Atemwege vor Infektionen schützen. Brokkoli hat durch seinen Gehalt an Beta-Carotin eine krebsvorbeugende Funktion. Zitronen liefern neben viel gesundem Vitamin C auch Zink, das das Virenwachstum stoppen kann. Lauch wiederum versorgt den Körper mit Folsäure. Diese schützt laut einer neuen US-Studie vor Allergien.

Zu den weiteren Top-Lebensmitteln fürs Immunsystem gehören Amaranth (enthält Magnesium und Eisen), Pflaumen (arbeiten als Radikalfänger), Shiitake-Pilze (viel Vitamin D), Brombeeren (ihre Ellagsäure bindet krebserregende Stoffe) sowie Buttermilch (enthält Milchsäurebakterien, die die Darmflora unterstützen).

Pressemeldung: Jahreszeitenverlag

Repräsentative Umfrage zum bewussten Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln

Berlin (ots) – Das Nahrungsergänzungsmittel-Angebot (NEM) in Deutschland ist vielfältig. Die Produkte werden von Verbrauchern in Deutschland genutzt, um Ernährungslücken zu schließen und den Bedarf an essenziellen Nährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe) zu decken. Jüngst publizierte Ergebnisse zeigen, dass die Konsumenten dies verantwortungsbewusst tun. Eine von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover in Kooperation mit der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) durchgeführte repräsentative Umfrage unter mehr als 1.000 NEM-Verwendern hat ergeben, dass der Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln im Allgemeinen nicht mit einer übermäßigen Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen verbunden ist.

Insgesamt wurden 1.070 NEM-Anwender (59 Prozent Frauen, 41 Prozent Männer) im Alter zwischen 18 und 93 Jahren in standardisierten Interviews repräsentativ befragt, die „face to face“ (CAPI) bzw. online durchgeführt wurden. Aus den erhobenen detaillierten Daten wurden die individuellen täglichen Aufnahmemengen von Vitaminen und Mineralstoffen aus NEM berechnet. Außerdem wurden für jeden Befragten – auf der Basis von Umfrage und nationaler Verzehrsstudie II – drei theoretisch denkbare Szenarien mit mittlerer, hoher und sehr hoher Nährstoffzufuhr durch Lebensmittel plus NEM durchgespielt.

Überschreitung der sicheren Zufuhrmenge nur in Einzelfällen
Am häufigsten – von 59,2 Prozent der Befragten – wurde Magnesium ergänzt, gefolgt von Calcium (37 Prozent), Zink (33,6 Prozent) und Selen (23 Prozent). Vitamin C (52,6 Prozent) und Vitamin E (45,3 Prozent) stellten die am häufigsten zusätzlich zugeführten Vitamine dar. Das Risiko für Überschreitungen der wissenschaftlich anerkannten Obergrenze für eine sichere Gesamtaufnahme (Upper Tolerable Intake Level, UL) erwies sich als gering. Vereinzelte Fälle wurden hinsichtlich Vitamin A, Folat, Calcium und Zink registriert. Lediglich bei Magnesium fanden sich mit 143 Fällen (22 Prozent) häufiger Überschreitungen des UL-Wertes, der speziell für Supplemente formuliert ist (250 mg/Tag). Dieser trägt der Tatsache Rechnung, dass höhere Magnesiummengen bei empfindlichen Personen einen abführenden Effekt haben können. Für die meisten Verwender sind die Produkte jedoch gut verträglich. NEM-Verwender sind mehrheitlich gesundheitsbewusst und gut informiert. Laut der Umfrage, gehen die Verbraucher bewusst mit Nahrungsergänzungsmitteln um und konsumieren diese in der Regel entsprechend den Herstellerangaben. Die Hinweise auf der Verpackung beachteten 86 Prozent der Teilnehmer, 93 Prozent waren sich der möglichen Risiken einer überhöhten Zufuhr von Nährstoffen bewusst.

Meist wird nur ein NEM verwendet
Im Mittel verwendeten die Befragten 1,5 Nahrungsergänzungsmittel. Die Mehrzahl der Befragten – nämlich 68,8 Prozent – nutzte ein einziges Produkt, 19,8 Prozent konsumieren zwei NEM. Die meisten Studienteilnehmer gaben an, mit NEM ihre Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden unterstützen zu wollen. Die gleichzeitige Anwendung mehrerer NEM und dadurch bedingt die mehrfache Zufuhr einzelner Nährstoffe kommt sehr selten vor. In über 90 Prozent der Fälle wurden einzelne Nährstoffe mit einem einzigen Produkt ergänzt. Erwartungsgemäß ist das Risiko kritischer Zufuhrmengen umso größer, je mehr Nährstoffe bereits allein über die Nahrung aufgenommen werden. Aber selbst im Worst-Case-Szenario – bei einer theoretischen Addition einer sehr hohen Nährstoffzufuhr sowohl über NEM als auch über die Nahrung – waren UL-Überschreitungen selten festzustellen.

Die Umfrage unter NEM-Verwendern liefert erstmals Erkenntnisse, die eine empirisch fundierte Diskussion möglicher Sicherheitsrisiken durch die Verwendung von Nahrungsmitteln erlauben. Die Studie zeichnet das Bild mehrheitlich verantwortungsbewusster und gut informierter Verbraucher. Das Problem unkritischer und zu hoher Aufnahmemengen ist wesentlich seltener, als dies im öffentlichen Diskurs oftmals angenommen wird.

Weitere Informationen zur Studie sind unter http://ots.de/V3j7v veröffentlicht.

Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)

Pressemeldung: http://www.presseportal.de/pm/12796/3172519

Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: Bayerische Bilanz 2015

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersuchte 2015 knapp 70.000 Proben von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen bis hin zu Tabakwaren. Weiterhin brachten die Fachleute des LGL ihre Expertise in zahlreichen interdisziplinären und internationalen Projekten ein, darunter auch im Rahmen des G7-Gipfels. Stark engagierte sich die Behörde auch im Bereich der Kindergesundheit, hier übernahmen LGL-Experten das Projektmanagement der neu konzipierten Schuleingangsuntersuchung. Außerdem leistete das LGL einen großen Beitrag dazu, dass der Öffentliche Gesundheitsdienst die Herausforderungen durch die steigende Anzahl der Asylsuchenden erfolgreich bewältigen konnte. Dies geht aus dem LGL-Jahresbericht hervor, der im Bayerischen Landtag vorgestellt wurde.

Hohe Sicherheit bei Lebensmitteln
Bei den 2015 untersuchten 70.000 Proben fiel mit 0,2 Prozent nur eine geringe Anzahl von Proben als gesundheitsschädlich auf. „Die Beanstandungsquote insgesamt war im Vergleich zu den Vorjahren leicht rückläufig. Sie zeigt, dass die Sicherheit unserer Lebensmittel auch 2015 sehr hoch gewesen ist“, sagt Dr. Andreas Zapf, Präsident des LGL.
Ins Visier des LGL rückten diesmal unter anderem auch Lebensmittel mit der Auslobung „ohne Gentechnik“ und „Bio“. Dabei wurde in keinem Fall ein Verstoß gegen die Auslobung „ohne Gentechnik“ festgestellt. Auch die Rückstandsuntersuchungen des LGL belegen, dass Bio-Lebensmittel ihre Auslobung zu Recht tragen. Rund drei Viertel der untersuchten Bio-Produkte enthielten keinerlei Pflanzenschutzmittel-Rückstände, die übrigen Proben nur geringe, oft umweltbedingte Spuren. Irreführende Bewerbungen traten nur äußert selten auf.

Know-how durch interdisziplinäre, ganzheitliche Herangehensweise
Das Verständnis der Zusammenhänge zwischen der Gesundheit von Mensch und Tier untereinander und mit der Umwelt erfordert eine interdisziplinäre Herangehensweise. Mit dem One-Health-Konzept verfolgt das LGL eine intensive Vernetzung verschiedener Disziplinen, darunter der Human- und Veterinärmedizin, um seine Aufgaben, wie Information und Aufklärung, noch besser und vorausschauend erfüllen zu können. Im Rahmen dessen pflegte das LGL auch 2015 über zahlreiche Projekte einen kontinuierlichen Wissenstransfer mit anderen Behörden und Institutionen. Fachleute vom LGL wirkten z. B. vor und während des G7-Gipfels auf Schloss Elmau an der sicheren Versorgung der Teilnehmer mit, indem sie unter anderem ein Konzept für die Bewältigung biologischer Gefahrenlagen erarbeiteten oder die Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene erfolgreich sicherstellten.
Außerdem beteiligten sich die Experten des LGL an über 100 verschiedenen Forschungsprojekten, unter anderem in Zusammenarbeit mit verschiedenen bayerischen Universitäten, der Universitat de Barcelona, dem Bundesinstitut für Risikobewertung, dem Fraunhofer-Institut oder dem Bayerischen Landesamt für Umwelt.

Gesundheitswesen: Initiativen und Herausforderungen 2015
Ein Schwerpunkt im Bereich der Öffentlichen Gesundheit war das Pilotprojekt Gesundheits- und Entwicklungsscreening (GESiK) im Kindergartenalter. In der neu konzipierten Schuleingangsuntersuchung sollen Kinder künftig ein Jahr früher als bisher untersucht werden. Das vorbereitende Pilotprojekt GESiK, das derzeit in mehreren Landkreisen evaluiert wird, hat das Ziel, Kindern mit Entwicklungsrückständen nun mehr Zeit für die Förderung einzuräumen und ihnen damit größere gesundheitliche Chancengleichheit und damit auch verbesserte Chancen für den Schuleinstieg zu eröffnen. Erste Untersuchungen fanden bereits statt.
Vor besonders großen Aufgaben stand der Öffentliche Gesundheitsdienst 2015 durch die Ankunft zahlreicher Flüchtlinge und Asylsuchender in Deutschland. „Das LGL hat die Gesundheitsämter vor diesem Hintergrund umfassend beraten und mit unterschiedlichen Informationsmaterialien zur Kontrolle verschiedener Infektionskrankheiten, wie z. B. Masern und Windpocken, maßgeblich unterstützt. Zudem wurden Labor-Screeninguntersuchungen bei Asylbewerbern durchgeführt, darunter HIV-Serologie, Hepatitis B-Serologie und Untersuchungen auf Tuberkulose“, sagt Zapf. „Dank der Infektionsschutzmaßnahmen, der Aufklärungsarbeit und der Impfinitiativen konnte Infektionskrankheiten in Massenunterkünften bis auf vereinzelte, kleinere Ausbrüche, wie z. B. Windpocken, erfolgreich vorgebeugt werden“, ergänzt der LGL-Präsident.

Das LGL erfüllte darüber hinaus zahlreiche weitere Aufgaben in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, Gesundheit, Tiergesundheit sowie Arbeitsschutz und Produktsicherheit. Dazu gehörten u.a. die Gesundheitsberichterstattung, die Erfassung meldepflichtiger Infektionskrankheiten, die Tierseuchenbekämpfung und der Tierschutz. Auch die Aus-, Fort- und Weiterbildung verschiedener Berufsgruppen zählten 2015 zum Aufgabenspektrum.

Der vollständige Jahresbericht 2015 steht unter www.lgl.bayern.de zum Download zur Verfügung.

Pressemeldung: https://www.lgl.bayern.de/presse/detailansicht.htm?tid=328543

Bereits ein minimaler Zinkmangel führt zu schlechter Verdauung

Zink beeinflusst die essentiellen Funktionen des Stoffwechsels der meisten Organismen. Dass schon ein minimaler Zinkmangel die Verdauungsleistung einschränkt, allerdings ohne typische Anzeichen wie Hautprobleme oder Erschöpfung, belegt eine Studie der Technischen Universität München (TUM). Selbst eine kurzfristige Zinkmangelernährung sei daher zu vermeiden, so der Rat der Wissenschaftler.

Die Versuchsreihe belegt, dass selbst ein leichter Zinkmangel die Verdauungsaktivität der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) hemmt und sich die Verdauung bereits in diesem frühen Stadium signifikant verschlechtert. Die Studie von Daniel Brugger vom Lehrstuhl für Tierernährung der TUM ist gerade im British Journal of Nutrition erschienen.
Der Wissenschaftler hat einen neuen Weg eingeschlagen, denn zuvor gab es nur Untersuchungen, bei denen Tiere mit klinischem Zinkmangel mit Tieren verglichen wurden, die ausreichend mit diesem Spurenelement versorgt waren. „Dabei tritt ein klinischer Zinkmangel in der Natur weder bei Tieren noch bei Menschen wirklich auf“, erklärt Erstautor Daniel Brugger. Seine Studie hat er deshalb an Tieren mit einem kurzfristigen Zinkmangel durchgeführt. Weil das Spurenelement nur in geringen Mengen im Körper vorkommt, muss es über die Nahrung dem Körper zugeführt werden. Zu einem klinischen Zinkmangel kommt es wiederum bei Ferkeln unter praktischen Fütterungsbedingungen erst nach rund zehn Tagen, erklärt der TUM-Wissenschaftler. Deshalb endete seine Studienreihe bereits nach acht Tagen.

Wie reagiert der Stoffwechsel auf ein schwindendes Zinkdepot?
Der Beginn eines Zinkmangels geht nicht mit sichtbaren Symptomen einher. Es lassen sich jedoch in Leber oder Blut minimale Veränderungen ablesen. So wurden gerade abgestillte (abgesetzte) Ferkel in dieses frühe Zinkmangelstadium gefüttert: Ihr Futter war mit unterschiedlichen Anteilen von Zink versetzt. Nur so konnten die Wissenschaftler nachvollziehen, wie sich ein schwindendes Zinkdepot im Körper auf den Stoffwechsel auswirkt. Zu beobachten war einerseits, wie der Körper versucht, effizienter das Zink aufzunehmen und andererseits, wie er die Zinkausscheidung über die Bauchspeicheldrüse reduziert.
„Da ein klinischer Zinkmangel die Fresslust der Versuchstiere verringert, gab es die verschiedensten Thesen darüber wie etwa, dass der Zinkmangel den Vagusnerv direkt beeinflusst“, sagt Brugger. „Doch die Wahrheit ist möglicherweise einfacher: Nicht verdaute Nahrung im Magen-Darm-Trakt aufgrund des Zinkmangels führt zu weniger Hunger.“

Bauchspeicheldrüse braucht Zink zur Verdauung
Die Bauchspeicheldrüse ist die Schaltzentrale für die Nahrungsverdauung und eine ausgeglichene Energiebilanz im Körper. Von ihr wird bei gesunden Lebewesen Zink in den Magen-Darm-Trakt gepumpt, um dort ein gleichbleibendes Niveau des Spurenelements zu halten. Im Gegensatz dazu reduziert der Organismus bei Zinkmangel seine Zinkausscheidung über die Bauchspeicheldrüse auf ein Minimum. Da die Futterverdauung für heranwachsende Nutztiere von enormer Bedeutung ist und gerade die ersten Wochen nach dem Absetzen von der Mutter die entscheidenden sind, ist das Wohlbefinden eines Tieres in dieser Zeit ein für Landwirte nicht zu unterschätzender Faktor. „Wir belegen nun, dass der Gehalt an Verdauungsenzymen in der Bauchspeicheldrüse in direktem Zusammenhang mit dem Zinkstatus des gesamten Organismus steht“, erläutert Brugger seine Studie – „selbst kurze Phasen der Zinkmangelernährung sollten deshalb bei Nutztieren wie Schweinen nicht eintreten.“
Der Wissenschaftler fügt hinzu: „Wenn wir aufgrund der Nähe der Organismen dieses Ergebnis ebenso auf den menschlichen Körper übertragen, müssen wir schlussfolgern: Öfter mal ein Ei kann nicht schaden!“ Er empfiehlt Veganern oder Vegetariern sowie älteren Menschen deshalb besonders auf ihre Versorgung mit Zink zu achten, weil ein subklinischer Zinkmangel beim Menschen unter anderem mit erhöhten Entzündungswerten im Blut und einer reduzierten Immunabwehr in Verbindung gebracht wurde.
Literaturhinweis:
Daniel Brugger und Wilhelm M. Windisch.
Subclinical zinc deficiency impairs pancreatic digestive enzyme activity and digestive capacity of weaned piglets;
British Journal of Nutrition 27.05.2016. DOI: http://dx.doi.org/10.1017/S0007114516002105

Quelle: Technische Universität München (TUM)

Nanopartikel in Lebensmitteln: unsichtbar, kaum auf Risiken geprüft, gesetzlich ungeregelt.

Berlin (ots) – Obwohl es eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Belege für mögliche Gesundheits- und Umweltgefahren gibt, werden nach Recherchen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Lebensmittelbereich nachweislich in rund einhundert zum Teil auch in Deutschland verkauften Produkten Nanomaterialien eingesetzt. Die Hersteller dieser Produkte, dabei handelt es sich neben Lebensmitteln vor allem um Nahrungsergänzungsmittel, Küchenartikel, Verpackungen und Agrochemikalien, verschweigen oft die Verwendung von Nanomaterialien. Zudem fehlen gesetzlich vorgeschriebene Tests, um Verbraucher und Umwelt ausreichend vor den Risiken zu schützen, die besonders im Lebensmittelbereich von den winzigen Nanopartikeln ausgehen können. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der ersten umfangreichen Studie zur Anwendung synthetischer Nanomaterialien im Lebensmittelsektor, die der BUND heute gleichzeitig mit seinen Partnerorganisationen von „Friends of the Earth“ in Australien, Europa und den USA veröffentlicht hat. Zu den Firmen, die Nanopartikel für den Lebensmittelbereich herstellen, gehören BASF und Evonik (vormals Degussa). Nanopartikel messen nur wenige hundert Nanometer und sind damit etwa 50000 Mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares. Sie wirken chemisch und physikalisch zumeist stärker als größere Teilchen des gleichen Stoffes und können leichter in Zellen, Gewebe und Organe eindringen. Ihre stärkere biologische Reaktionsfähigkeit kann auch zur höheren Toxizität führen. Beispielsweise kann der sonst unbedenkliche Lebensmittelzusatz Titandioxid in Nanogröße die DNS sowie Zellfunktionen schädigen und so die Abwehrkräfte von Immunzellen beeinträchtigen. Mit der Nahrung aufgenommene Nanopartikel können die Darmwände durchdringen und ins Blut übergehen. Sie können in verschiedene Organe gelangen und die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Außerdem werden sie mit zunehmenden Fällen der entzündlichen Darmkrankheit Morbus Chron in Verbindung gebracht. „Die Lebensmittelindustrie nimmt die Risiken des Einsatzes von Nanomaterialien in ihren Produkten offenbar nicht ernst“, sagt Wilfried Kühling, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des BUND. „Weltweit sind schätzungsweise bereits bis zu 600 Lebensmittel mit Nanozusätzen auf dem Markt. Weil es aber keine Kennzeichnungspflicht gibt, weiß man nicht, in welchen Produkten Nanomaterialien enthalten sind. Selbst die zuständigen Behörden haben keine ausreichenden Informationen darüber. Und die Verbraucher haben kaum Chancen, die Aufnahme von Nanopartikeln über die Lebensmittel zu vermeiden.“ Nanomaterialien sind z. B. in verschiedenen Ketchups, Gemüsebrühen oder in Puderzucker enthalten, um deren Fließ- und Rieseleigenschaften zu verbessern. In Nanogröße verkapselte Geschmacks-, Farb- und Konservierungsstoffe werden bei der Wurstherstellung eingesetzt, in Nanokapseln eingeschlossene Mineralstoffe und Vitamine sollen den Nährwert von Backwaren und Erfrischungsgetränken steigern. Zunehmend kommen außerdem Frischhalteboxen und Kühlschränke mit antibakteriell wirkenden Nano-Silberionen auf den Markt. Nanomaterialien halten auch Einzug in die Landwirtschaft: Über die Anwendung in Düngern und Pestiziden können sie in die produzierten Lebensmittel und in die Umwelt gelangen. Patricia Cameron, BUND-Expertin für Chemikalienpolitik und Nanotechnologie: „Die mithilfe der Nanotechnologie erzeugten neuen Stoffeigenschaften werden im Lebensmittelbereich bei immer mehr Produkten genutzt. Die möglichen Gefahren sind jedoch kaum untersucht. Der Gesetzgeber sieht bisher keinen Handlungsbedarf. Das Vorsorgeprinzip muss aber für alle Technologien gelten: Wenn wir nicht wissen, wie groß die Gefahren sind, müssen solche Anwendungen untersagt und zuerst die Risiken umfassend untersucht werden.“ Die Bundesregierung müsse den Verkauf von Lebensmitteln, Verpackungen, Küchenartikeln und Agrochemikalien, die Nanomaterialien enthalten, sofort stoppen. Solche Produkte dürften nicht vermarktet werden, solange keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege über eine Unbedenklichkeit vorlägen. Erforderlich seien zudem gesetzliche Regelungen, die Verbraucher und Umwelt vor möglichen Risiken schützen. Dazu gehöre auch eine Kennzeichnungspflicht beim Einsatz von Nanomaterialien, damit Verbraucherinnen und Verbraucher sich entscheiden könnten, ob sie Nanoprodukte kaufen wollten oder nicht. Die BUND-Studie „Aus dem Labor auf den Teller. Die Nutzung der Nanotechnologie im Lebensmittelsektor“ finden Sie im Internet unter: http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/nanotechnologi e/20080311_nanotechnologie_lebensmittel_studie.pdf

Pressemeldung: | http://www.presseportal.de/pm/7666/1151981

Multivitamine und Magnesium sind die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel

Absatz Nahrungsergänzungsmittel

Berlin (ots) – Die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland sind weiterhin Multivitaminpräparate und Magnesium. Das belegen Zahlen einer Marktanalyse von Nielsen Deutschland, die im Auftrag des Arbeitskreises Nahrungsergänzungsmittel des Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) durchgeführt wurde.

Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, die dazu dienen, die allgemeine Ernährung mit Vitaminen, Mineralstoffen und sonstigen Stoffen, wie zum Beispiel Aminosäuren, Ballaststoffen oder sekundäre Pflanzenstoffen zu ergänzen. Sie tragen zum Erhalt der Gesundheit und des Wohlbefindens bei und werden daher zu der Gruppe der sogenannten Gesundheitsprodukte gezählt.

Laut Nielsen betrug der Gesamtumsatz von Gesundheitsprodukten im Zeitraum April 2013 bis März 2014 knapp 50 Milliarden Euro, das ist ein Wachstum von 5,4 Prozent im Vergleich zum vorhergehenden Zeitraum April 2012 bis März 2013. Zu den Gesundheitsprodukten zählen die verschreibungspflichtigen Arzneimittel (74 Prozent) und die sogenannten „Over-the-Counter“-Produkte (OTC-Produkte; 26 Prozent), also nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel zur Selbstmedikation sowie Nichtarzneimittel wie z. B. Nahrungsergänzungsmittel.

Betrachtet man nur Nahrungsergänzungsmittel, so liegt der Gesamtumsatz bei 1,045 Milliarden Euro, was 2,1 Prozent des Gesamtumsatzes von Gesundheitsprodukten bzw. 8 Prozent des Umsatzes von OTC-Produkten entspricht. Konkret wurden innerhalb eines Jahres 168 Millionen Packungen Nahrungsergänzungsmittel verkauft, das ist eine leichte Steigerung von 3,2 Prozent gegenüber 2012/2013. „Die Zahlen belegen, dass wir in Deutschland einen vernünftigen Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln haben“, erklärt Antje Preußker, die den Arbeitskreis Nahrungsergänzungsmittel beim Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft leitet, und ergänzt „Laut Ernährungsbericht 2012 nehmen etwa ein Viertel der Erwachsenen Nahrungsergänzungsmittel. Bei geschätzten 66 Millionen Erwachsenen heißt dies, dass jeder Nahrungsergänzungsmittelverwender über die Vertriebswege Apotheke, Lebensmitteleinzelhandel, Drogeriemarkt und Versandapotheke durchschnittlich etwa 10 Packungen im Jahr kauft.“

Dominierende Warengruppen – mengenmäßig betrachtet – sind dabei traditionell die Mineralstoffe (43 Prozent) und Vitamine (28 Prozent). Bei den Mineralstoffen ist nach wie vor Magnesium die Nummer eins mit einem Absatzplus von 2,1 Prozent. Calcium wird dagegen weniger eingekauft (-6,1 Prozent). Bei den Vitaminen sind zwar Multivitamine weiterhin ein Dauerbrenner, müssen aber einen Rückgang von -8,5 Prozent verzeichnen. Der Absatz von Vitamin D (+150 Prozent) und auch Folsäure (+6 Prozent) ist derweil gestiegen.

Anders als bei den gesamten Gesundheitsprodukten wird nur jede vierte Packung Nahrungsergänzungsmittel (24 Prozent) in stationären Apotheken gekauft. Den größten Absatz finden Nahrungsergänzungsmitteln im Lebensmitteleinzelhandel: 43 Prozent der Packungen (Umsatzanteil: 14 Prozent) werden hier gekauft, wobei die Tendenz mit -2,7 Prozent eher rückläufig ist. Seit Jahren gewinnen stattdessen die Drogeriemärkte immer mehr an Bedeutung. 2013/2014 konnte ein mengenmäßiges Plus von 4,7 Prozent verzeichnet werden, 29 Prozent der Verpackungen (Umsatzanteil: 15 Prozent) werden hier verkauft. Der Absatz über die Versandapotheken wächst, auch wenn er derzeit erst bei 5 Prozent liegt.

Informationen rund um Nahrungsergänzungsmittel wie beispielsweise ein Fragen- und Antworten-Katalog zum Nutzen, gesundheitlichen Wirkungen, Dosierungen und gesetzlichen Regelungen sowie Stellungnahmen und das Faltblatt „Nahrungsergänzungsmittel aus dem Internet – Was müssen Verbraucher wissen?“ finden sich auf der Internetseite des BLL unter www.bll.de.

Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)

Der BLL ist der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft. Ihm gehören ca. 500 Verbände und Unternehmen der gesamten Lebensmittelkette – Industrie, Handel, Handwerk, Landwirtschaft und angrenzende Gebiete – sowie zahlreiche Einzelmitglieder an.

Pressemeldung: http://www.presseportal.de/pm/12796/2909761

Grafik: Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)

Jeder Dritte greift zu Nahrungsergänzungsmitteln

freepik.com©Barry Haynes

Köln (ots) – Ein Drittel der Bundesbürger (35%) nimmt derzeit regelmäßig (18%) oder zumindest zeitweilig (17%) Nahrungsergänzungsmittel ein. Zudem ist jeder zweite Verbraucher (51%) einer möglichen zukünftigen Verwendung gegenüber nicht abgeneigt; jeder Dritte (33%) allerdings nur nach vorheriger Absprache mit dem Arzt. Lediglich jeder achte Bundesbürger (12%) lehnt die Einnahme von Nahrungsergänzungsprodukten wie Vitaminen oder Mineralstoffen grundsätzlich ab. Unter den häufigsten Verwendern finden sich vor allem ältere Menschen, Menschen mit subjektiv als schlecht empfundenem Gesundheitszustand sowie die Gesundheitstypen „Informierte“ und „Souveräne“. Dies zeigt die aktuelle Studie „Health Care Monitoring 2006“ des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG zum Schwerpunktthema Nahrungsergänzungsmittel (NEM). Rund 1.500 Bundesbürger ab 16 Jahren wurden repräsentativ befragt. Einkaufsstätten und Produktpräferenzen Unter den verschiedenen Einkaufsstätten für Nahrungsergänzungsprodukte stehen bei den Deutschen insbesondere die Apotheken hoch im Kurs (70%), gefolgt von Drogeriemärkten (41%), Discountern (24%), Supermärkten (21%) und Reformhäusern (20%). In Internet- bzw. Versandapotheken kaufen derzeit 6 Prozent der Befragten Nahrungsergänzungsmittel ein. Von den unterschiedlichen NEM-Produkten nehmen 26 Prozent der Bevölkerung Mineralstoffe (Magnesium, Calcium, Zink, Eisen etc.) und 24 Prozent Vitaminprodukte (Vitamin C + E, Multivitaminpräparate etc.) ergänzend zu ihrer Nahrung ein. Kombipräparate aus beiden Inhaltsstoffen werden von 17 Prozent der Bundesbürger verwendet. Am liebsten werden NEM-Produkte in Form von Tabletten, bzw. Kapseln (44%), oder als Pulver, bzw. Brausetablette (38%), eingenommen – je nach Darreichungsform rücken die NEM-Präparate im persönlichen Erleben der Verbraucher entweder in die Nähe von Medikamenten oder von harmlosen „Gesundheitsdrops“. Ambivalente Einstellung gegenüber Nahrungsergänzungsmitteln Trotz der recht ausgeprägten Verwendungshäufigkeit und Aufgeschlossenheit sowie teils auch ritualisierten Gläubigkeit gegenüber Nahrungsergänzungsmitteln bleiben diese im Erleben der Verbraucher doch ein „zweischneidiges Schwert“. Aufgrund der mangelnden Kenntnis des Bedarfs und der fehlenden Nachprüfbarkeit langfristiger Wirkungsweisen der Supplemente herrschen selbst unter den NEM-Verwendern noch Skepsis und Ängste: Rund 30 Prozent der Verwender halten das Produktangebot für „Geldmacherei“ und möglicherweise sogar für schädlich. Attraktiv werden NEM-Produkte für die Verwender hingegen vor allem durch das mit der Einnahme verbundene Gefühl, das eigene gesundheitliche Schicksal aktiv in die Hand nehmen zu können, sowie die Überzeugung, auf diese Weise Krankheiten vorbeugen und die eigene Gesundheit und Vitalität stärken zu können. Mitunter zeigt sich hier auch ein ausgeprägter „Anti-Aging“-Glaube und der Wunsch, über Alter und Gebrechlichkeit triumphieren zu können. Bedeutend häufiger wird aber mit dem Einsatz von Nahrungsergänzungsprodukten versucht, Nachlässigkeiten in der eigenen Lebensführung ohne hohen Aufwand zu kompensieren: Viele der NEM-Verwender sind sich durchaus bewusst, dass sie sich nicht ausreichend gesund ernähren und stimmen häufig auch selbst – wie insgesamt drei Viertel der Bevölkerung (73%) – der Auffassung zu, dass eine gesunde Ernährung Nahrungsergänzungsmittel eigentlich überflüssig machen würde.

Pressemeldung: http://www.presseportal.de/pm/69450/856107